Mit der Erarbeitung eines energetischen Sanierungskonzepts für die Europaschule Werneuchen treibt die Stadt Werneuchen ihre Bemühungen um den Klimaschutz weiter voran. Sie agiert damit im Sinne der Energiestrategie vom Bund, dem Land Brandenburg und dem Landkreis Barnim. Zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2020 bzw. 2050 sind weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in den Kommunen dringend erforderlich. Diesbezüglich fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über ein Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Erarbeitung von energetischen Sanierungskonzepten für Nichtwohngebäude.

In diesem Rahmen erhielt die Firma enerenergielenker Beratungs GmbH (energielenker) den Auftrag ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, um die Energieeffizienz am Schulstandort zu steigern. Zur Europaschule Werneuchen gehören das Schulgebäude, die Sporthalle und ein Containerbau für den Werkunterricht. Versorgt werden die Gebäude über ein separates Heizhaus, in dem eine 26 Jahre alte Gaskesselanlage zur Wärmeversorgung untergebracht ist.

Geprüft wurden der Zustand der Gebäudehülle und der Haustechnik als Grundlage für mögliche Handlungsempfehlungen. Im Ergebnis zeigte sich, dass besonders viel Energie durch die Umstellung der zentralen Wärmeerzeugungsanlage auf die Kombination aus einer Gas-Absorptions-Luftwärmepumpe und einem Spitzenlast Gas-Brennwertkessel eingespart werden kann. Ergänzend wurden für die Grundschule das Dämmen der Kellerdecke und das Zumauern der Glasbausteinflächen des Treppenhauses vorgeschlagen. Um den Energieverbrauch der Turnhalle zu senken müssten die Fenster saniert und die bestehende Luftheizung gegen Dunkelstrahler ausgetauscht werden. Ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage ist ebenso empfohlen. Weiterhin wurde für beide Gebäude eine Umstellung der Beleuchtung auf LEDs vorgeschlagen.

Insgesamt könnte bei Umsetzung des Sanierungskonzeptes die Senkung des Endenergieverbrauches des Schulgebäudes und der Sporthalle um  57% erreicht werden. Das entspricht einer jährlichen CO2-Reduzierung von ca. 45 t. Im Frühjahr 2018 wird mit der Umsetzung ausgewählter Maßnahmen begonnen.

Quelle: enerenergielenker Beratungs GmbH

 

 

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