Die Rekommunalisierung der Netze ist ein wichtiger Schritt, um auf kommunaler Ebene die Weichen für eine echte Energiewende zu stellen und die Entscheidungshoheit über die Entwicklung der Netze, aber auch die Potentiale für die regionale Wertschöpfung, in die eigenen Hände zu nehmen. Darauf hat unter anderem EUROSOLAR in den vergangenen Jahren immer wieder hingewiesen. Die Zeitschrift für Kommunalwirtschaft zfk berichtet in einer umfassenden Studie zu diesem Thema, gibt dabei einen Überblick über die aktuelle Lage bei Strom- und Gaskonzessionen und gibt einen Ausblick in die Zukunft.

Im Süden ergab jede zweite Stromnetz-Ausschreibung einen neuen Betreiber.
Dies ist ein Ergebnis der umfassendsten Studie zum Thema. D er Wettbewerb um Strom- und Gasnetze ist in den vergangenen Jahren in Gang gekommen – allerdings mit regionalen Unterschieden. Dies ergibt eine Studie von Dr. Frank Siegmund und Werner Tappert auf Basis aller in der Lutum+Tappert-Konzessionsdatenbank erfassten Ausschreibungen und Konzessionswechsel von 2011 bis 2016, die in der neuen Printausgabe der ZfK vorgestellt wird.

In knapp einem Drittel der Gemeinden wechselte dabei der Eigentümer des Stromnetzes. Spitzenreiter waren Bayern und Baden-Württemberg: Jede zweite Ausschreibung führte zu einem neuen Betreiber. In Hessen waren es immerhin noch 40 Prozent. Beim Gas lag die Wechselquote ebenfalls bei einem knappen Drittel. Auch hier änderte sich in Baden-Württemberg bei jeder zweiten Ausschreibung der Konzessionär.

Deutlicher Trend zur Rekommunalisierung
Die Zahlen zeigen auch den deutlichen Trend zur Rekommunalisierung. Im Untersuchungszeitraum wurden Ausschreibungen für Stromnetze von rund 2200 Gemeinden mit 33 Mio. Einwohnern untersucht – davon entschieden sich 343 Gemeinden mit knapp 8,5 Mio. Einwohnern für eine Rekommunalisierung.

Der ausführliche Bericht zur Studie findet sich in der gedruckten ZfK-Novemberausgabe.

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