Seit dem Jahr 2013 besteht die Hälfte des Strompreises aus Steuern und Abgaben. Diese sind 2017 auf 52 % angewachsen. Den größten Einzelposten nimmt dabei die EEG-Umlage ein, die von 3,5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2012 auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2017 angestiegen ist. Die EEG-Umlage macht bei einem Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh über 23 % der Jahresrechnung aus.

Auch wer Strom erzeugt und selbst verbraucht, muss für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde eine EEG-Umlage zahlen. Waren es 2016 noch 35 % der EEG-Umlage (6,354 ct/kWh), sind seit dem 01. Januar 2017 40 % der EEG-Umlage (6,88 ct/kWh) fällig.

Anlagen mit einer Leistung von weniger als 10 Kilowatt sind aber für die ersten 10.000 selbstgenutzten Kilowattstunden pro Jahr weiterhin von der Umlage befreit. Damit müssen zumindest die Besitzer der meisten Photovoltaik-Anlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern gar keine Umlage bezahlen.

Tipp:
Wer seine bestehende, kleine Photovoltaikanlage modernisieren oder erweitern möchte, sollte dafür das Jahr 2017 nutzen. Ab 2018 entfällt die Komplettbefreiung von der EEG-Umlage für jede Bestandsanlage nach einer Modernisierung, Erweiterung oder sogenannter Ertüchtigung. Dann muss für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ein (zunächst) 20-prozentiger Anteil der Umlage gezahlt werden. Bis dahin aber bleiben Anlagen, sofern ihre bislang installierte Leistung nur um bis zu 30 % erweitert wird, noch vollständig befreit.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg Energien

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