Studierende der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) werden ab September 2017 zum Start des Wintersemesters 2017/18 klimaneutral mit Bus und Bahn unterwegs sein. Mit der öffentlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen der Hochschule, dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sowie Partnern aus dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wurde der offizielle Start für das CO2-neutrale Semesterticket eingeläutet.

Seit dem im Januar 2015 veröffentlichten Klimaschutzkonzept der HNEE nimmt sich die Hochschule vor, bei jeglichen Handlungen möglichst wenig klimaschädliche Treibhausgasemissionen, verursacht u. a. durch den Verbrauch von Energie, zu produzieren. Die aktuelle Klimabilanz zeigt, dass derzeit pro Jahr noch rund 270 Tonnen CO2-Äquivalente nicht vermieden werden können. Im Vergleich dazu waren es 2014 noch 330 Tonnen CO2-Äquivalente. Diese nicht vermeidbaren Emissionen werden durch die Unterstützung eines internationalen Klimaschutzprojektes in Kenia ausgeglichen.

Für die HNEE ist die Minimierung des CO2-Ausstoßes beim Betrieb der Hochschulstätte nur der Anfang: „Wir spannen den Bogen weiter und beziehen den Bereich der Mobilität der Studierenden im ÖPNV mit ein. Wenn man umweltfreundlich mobil sein und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte, ist die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ohnehin die bessere Wahl. Doch, dass wir es jetzt geschafft haben, als erste Hochschule Deutschlands das klimaneutrale Semesterticket einzuführen, macht mich sehr stolz und beweist, dass sich die Verhandlungen mit unseren Kooperationspartnern gelohnt haben“, erklärt Hochschulpräsident Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson.

Mit der heutigen Vertragsunterzeichnung gaben die Kooperationspartner Barnimer Busgesellschaft, DB Regio Nordost, S-Bahn Berlin und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) GmbH ihre offizielle Zustimmung für die vorerst dreijährige Pilotphase. „In diesem Projekt verknüpfen sich die Aufgaben und das Streben der HNEE mit den Klimaschutzzielen der Deutschen Bahn. In unserer Region ist dieses Projekt folgerichtig ein wichtiger nächster Abschnitt“, sagt Jörg Werner, Leiter Fahrgastmarketing, DB Regio Nordost.

Der Pendelverkehr zwischen den Wohnorten der Studierenden und der HNEE verursacht etwa 1.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr und ist nicht Teil der CO2-Bilanzierung der Hochschule. Der Klimaschutzmanager der HNEE, Henning Golüke, erklärt: „Durch zusätzliche Ökostrom -Einkäufe der Verkehrsunternehmen, die bisher nicht komplett auf Ökostrom umgestiegen sind und Kompensationsdienstleistungen für die anfallenden Emissionen der Dieselfahrzeuge, wird die Klimabilanz für die Fahrten auf 0 g CO2-Äquivalente reduziert.“ Die Kosten für die Ausgleichzahlungen werden etwa zu gleichen Teilen von den kooperierenden Verkehrsunternehmen, der HNEE und deren Studierenden getragen. Die Entscheidung der Studierenden zum Projekt einen „Klima-Euro“ pro Semester beizusteuern, ist auf der studentischen Vollversammlung leicht gefallen.

Susanne Henckel, Geschäftsführerin, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB): „Die Eberswalder Greencard, die für die Studierenden zahlreiche Funktionen wie die Nutzung von Kopierern, Druckern und eben auch das Semesterticket vereint, weitet die Klimafrage konsequent auf den täglichen Fahrweg der Studierenden aus. Damit ist sie ein wichtiger Schritt zur Reduktion und Kompensation klimaschädlicher Treibhausgasemissionen für die Studierenden, die HNEE und die Verkehrsbetriebe. Es wird deutlich: Die Energiewende geht alle an und alle können ihren Beitrag zu einer umweltverträglichen Zukunft leisten. Die Eberswalder Hochschule und ihre Studierenden gehen hier mit gutem Beispiel voran.“ Dieser erste Schritt in Richtung klimaneutrale Mobilität dürfe gerne nachgeahmt werden. Den ÖPNV noch umweltfreundlicher zu machen, liege im Interesse des VBB und seinen Partnern.

„Jedes Projekt, das den Umweltvorteil des ÖPNV fest in unseren Köpfen verankert, kann zweifelsfrei als Erfolgsprojekt bezeichnet werden. Wir müssen uns bewusst machen, dass Mobilität nicht auf Kosten unserer natürlichen Ressourcen stattfinden muss. Das klimaneutrale Semesterticket für die Studierenden der HNEE ist nur ein Beispiel dafür. Ich wünsche mir, dass wir in der Zukunft mit viel Kreativität und in zahlreichen Partnerschaften weitere Ideen auf diesem Weg entwickeln", ergänzt Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin.

Für Rückfragen steht Ihnen gern zur Verfügung:

Henning Golüke
Klimaschutzmanager
Tel.: 03334 657 403
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Johanna Köhle
Hochschulkommunikation
Tel.: 03334 657 248
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Quelle: Pressemitteilung HNEE

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