Dr. Carsten Herzberg stellt die Studienergebnisse auf dem 5. Energieforum Uckermark-Barnim vor. (Foto: Sören Tetzlaff)

Dieses Ergebnis ergab eine Befragung von Barnimer Bürger*innen und Entscheider*innen aus den Barnimer Verwaltungen.

Der Landkreis Barnim verfolgt das Ziel, sich langfristig vollständig aus erneuerbaren Energien zu versorgen. Hierzu wurden bereits verschiedene Schritte unternommen, insbesondere wurde die Barnimer Energiegesellschaft mbH gegründet, die verschiedene Projekte für eine kommunale Energiewende entwickelt. 

 

Mit dem Beschluss zur Gründung von Kreiswerken im Sommer 2016 wird dieser Ansatz fortgeführt. Vor diesem Hintergrund wurden das nexus Institut aus Berlin und der BUND Brandenburg beauftragt, eine Befragung der Bürgerschaft und verschiedener Stakeholder zur kommunal gesteuerten Energiewende durchzuführen.

Ziel war es, die Bekanntheit der Energiewendestrategie und bisheriger Akzeptanzmaßnahmen sowie das Interesse an möglichen Projekten der Kreiswerke und Partizipationsmöglichkeiten zu erheben.

Insgesamt sollen mit dieser Untersuchung Erkenntnisse für ein vom Bund gefördertes Forschungsprogramm gewonnen werden, das der Frage nachgeht, wie sich Akzeptanz und Partizipationswille durch energiewirtschaftliche Betätigung von Kommunen und neu gegründeter Projektgesellschaften verändern kann. Ferner zielt das Projekt darauf, zu untersuchen, welche Maßnahmen einer kommunal gesteuerten Energiewende sich auf die Akzeptanz und den Partizipationswillen auswirken.

Die Befragung wurde im Dezember 2016 und Januar 2017 durchgeführt. Insgesamt wurden 102 Bürger/-innen aus Bernau und Eberswalde befragt. Bei den Stakeholdern waren es 37 Personen. Davon sind 17 Bürgermeister/-innen oder Amtsdirektoren. Zu den 20 weiteren Personen gehören Mitarbeiter/-innen, die sich in den Gemeindeverwaltung mit Klimapolitik beschäftigen sowie Vertreter/-innen zivilgesellschaftlicher Organisation wie Bürgerinitiativen und Handelskammer. In der Gruppe der Bürgerschaft waren 55,6 Prozent der Befragen Männer und 44,4 Prozent
Frauen.

Die Befragung ist in einem engeren statistischen Sinne nicht repräsentativ. Personen, die die Energiewende komplett ablehnen haben eine Befragung mitunter abgelehnt.  Dessen ungeachtet sind die gewonnen Daten aussagekräftig. So konnten detaillierte Informationen über die Gründung der Kreiswerke, Informationswünsche, Unterstützung von möglichen Projekten und Interesse an Partizipation gewonnen werden.

Die ausführlichen Ergebnisse können Sie sich als PDF herunterladen:
Studientitel: Erstellung einer Akzeptanz- und Partizipationsuntersuchung zur kommunal gesteuerten Energiewende im Landkreis Barnim

ERNEUER:BAR